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Reisezeit: Vom 22.Juni 1998 bis 16.Juli 1998.
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23.Juni
Heute standen wir früh auf, packten unsere Sachen und checkten nach einem "all you can eat" Frühstück aus, um mit dem Taxi zu unserem Autoverleiher zu fahren.
Nach längerer Suche unseres doch leicht orientierungslosen puertoricanischen Taxifahrers, und mit Hilfe des Adressenverzeichnisses von Las Vegas, das die Fahrer mitbekommen, erreichten wir endlich (leicht angenervt) die doch ganz in der Nähe liegende Mietwagenstation Moturis.Hier übernahmen wir unseren 17 Fuß langen Van-Camper, mit dem wir dann nach einer kurzen, deutschsprachigen Einweisung losfuhren. Auf der Suche nach einem Supermarkt konnten wir uns dann gleich im dichten Verkehr an die Dimensionen und Fahreigenschaften unseres Kleinbusses gewöhnen. Nachdem wir uns bei Smith's mit Vorräten eingedeckt hatten, verliessen wir die Stadt auf der I-15 nach Osten, und bogen auf die 169 zum Valley of Fire ein. Auf dem fantastisch zwischen den Felsen gelegenen Campground suchten wir uns einen ruhigen Stellplatz für die Nacht, wo wir unser Fahrzeug erstmal einrichteten und gleich die Küche für das Abendessen ausprobierten. Den Sonnenuntergang genossen wir dann mit einem Spaziergang durch die von der untergehenden Sonne beleuchteten "rotglühenden" Sandsteinfelsen.
24.Juni
Dort bogen wir, nach dem Besuch des Welcome Centers an der Grenze (kostenlose Karten und Infos) auf die Nr. 9 Richtung Zion Nationalpark ab, den wir dann um die Mittagszeit erreichten. Hier erwarben wir den Golden Eagle Pass für 50 Dollar, der uns bei allen Nationalparks freien Eintritt garantierte. Auf dem Watchman Campground bezogen wir unseren Stellplatz und fuhren anschließend in das tolle Tal des Virgin River, um einige Trails abzuwandern (Narrow Trail, den wir leider wegen des hohen Wasserstandes nicht bis zum Ende laufen konnten, Weeping Rock und Emerald Pools). Im Visitor Center schauten wir uns noch einen Film über den Park an, bevor wir zurück zu unserem Stellplatz fuhren, um Abendessen zu kochen.
25. Juni
Früh ging es wieder (nach einem selbstgemachten Frühstück) weiter. Wir fuhren durch den Tunnel am Osteingang des Parks und wanderten den kurzen Trail zum Zion Canyon Overlook, der an einer Abbruchkante, die einige hundert Meter in die Tiefe geht, endet und einen tollen Ausblick über das Tal und zum Felsbogen Great Arch bietet. Danach ging es auf der 9 und der 89 weiter nach Osten, unterbrochen von mehreren Stopps, bei denen wir die Wunderwelt aus Farben und Formen dieser tollen Landschaft bestaunten.
Am Bryce Canyon angekommen trugen wir unseren Campsite im North Camp Ground ein und fuhren los zum Sightseeing. Die Fahrt nach Süden kann man sich unserer Meinung nach sparen, da der schönste Teil des Canyons zwischen Fairyland Point und Bryce Point liegt.
Wir hatten leider nur noch Zeit für den Navajo Loop Trail, der mitten in die tollen Formationen der sogenannten Hoodoos führt. Dort trafen wir einen Park Ranger, der während des kurzen Gespräches mit uns eine europäische Landkarte entfaltete, auf der wir, wie unzählige andere Touristen vor uns auch, unseren Heimatort ankreuzen mussten. Zurück am Campground stellten wir mit Entsetzen fest, dass unsere Site belegt war. Da sonst kein Platz mehr frei war mussten wir aus dem Park rausfahren und auf dem Ruby's Inn Campground vor dem Park übernachten. Zum Trost verwöhnten wir uns mit einem Abendessen im Canyon Diner.
26.Juni
An diesem Tag hatten wir einen weiten Weg vor uns. Deshalb standen wir wieder mal früh auf und machten uns auf den Weg. Über die durch traumhafte Landschaften führende Nr.12 fuhren wir zu dem wenig bekannten Capitol Reef Nationalpark,
der sich durch grandiose Felsformationen und tief eingeschnittene Schluchten auszeichnet. Da wir leider nur wenig Zeit hatten, beschränkten wir unseren Aufenthalt auf den Scenic Drive, den Capitol Gorge und ein Stück des Cohab Canyon Trails. Nach dem Mittagessen ging es weiter auf der 24, 50, 89 I-15 nach Norden bis wir in der Dämmerung in Provo ankamen. Auf dem Lakeside RV Campground kochten wir unser Abendessen, und dann war auch schon Schlafenszeit.
27.Juni
Gleich nach dem Frühstück fuhren wir weiter nach Norden. In Salt Lake City, der Mormonenstadt, machten wir einen kurzen Stopp, um uns den Tempel anzusehen. Weiter ging's auf der I-15 nach Norden. In Ogden füllten wir unsere Vorräte auf und nach dem Mittagessen verliessen wir die I-15 und somit die Ebene des Salt Lake,
um auf der landschaftlich interessanteren 89 weiterzufahren. Vorbei an dem wundervoll gelegenen Bear Lake fuhren wir durch tolle Berglandschaften immer tiefer in die Rockies rein. Rechtzeitig zum Abendessen kamen wir dann im Grand Teton Nationalpark an, der sehr alpin wirkt und vor allem für Backcountry Wanderer interessant ist. Nach dem Besuch des Visitor Centers und des sehenswerten Indianermuseums richteten wir uns auf unserem Platz des Colter Bay Campgrounds ein.
Als wir die Zwiebeln für unser Gemüse auf der Kochplatte unseres Vans anbrieten, erklang plötzlich ein ohrenbetäubendes Pfeifen. Als wir dann endlich realisierten,
dass es der Feuermelder des Fahrzeugs war, rissen wir alle Fenster und Türen auf, damit sich der Dampf des Anbratens verziehen konnte (das Mistding ging leider nicht abzustellen). Nach ein paar endlos erscheinenden Minuten verstummte endlich das doch sehr lästige Geräusch. Glücklicherweise lagen die Stellplätze des Campgrounds weit auseinander, so dass es niemand gemerkt hatte....Wäre bestimmt peinlich gewesen.... Nach dem Schrecken und dem Abendessen war wieder Schlafenszeit angesagt. Wegen der Bärwarnung waren wir froh nicht in einem Zelt schlafen zu müssen.
In den frühen Morgenstunden schälten wir uns aus unserem Schlafsack und warfen gleich die Standheizung an, da es über Nacht unter 0°C abgekühlt hatte und alles gereift war. Deshalb hielten wir uns mit dem Frühstück nicht lange auf und verliessen den Park in Richtung Norden. Nach kurzer Zeit fuhren wir endlich in den ältesten und bekanntesten Park der USA, den Yellowstone Nationalpark ein. Durch alpinen Nadelwald fuhren wir bis zum Yellowstone Lake, wo wir im Fishing Bridge Campground unseren Stellplatz sicherten.
Danach besuchten wir zuerst die Mud Volcano Region. Hier brodeln, dampfen und gluckern etliche Schlammtümpel und nach Schwefel riechende Erdlöcher. Allen voran das Dragon's Calderon, das schon von weitem zu hören ist. Anschliessend besuchten wir beim Canyon Village die wundervollen Wasserfälle des sich tief in den gelben Sandstein (Namensgeber des Parks) fressenden Yellowstone River. Da wir noch viel Zeit hatten machten wir uns auf den Weg zur nördlichsten Sehenswürdigkeit des Parks, den Mammoth Hot Springs. Auf dem Weg dorthin verursachten wir einen kleinen Verkehrsstau, da Jutta einen kleinen Schwarzbären ca 100 m von der Straße entfernt entdeckte. Also: anhalten (was eigentlich untersagt ist), Foto rauskramen, ...und weg war der Bär. In dieser kurzen Zeit standen schon ca 10 Fahrzeuge hinter uns, die (das lernt jeder Parkbesucher gleich) sofort anhalten, wenn jemand am Straßenrand parkt, und ebenfalls nach dem Grund des Stehenbleibens Ausschau halten.
In Mammoth angekommen parkten wir neben den wilden Hirschen, die sich an die Touristen gewöhnt haben und wanderten durch die bizarre Landschaft der Sinterterrassen, die durch heisse Quellen immer wieder verändert werden. Auf dem Rückweg besuchten wir noch einen versteinerten Baum, wo der Parkplatz mit den Essensresten eines Bären (Reste einer Rehhälfte) garniert war. Das Abendessen nahmen wir dann (diesmal ohne Feueralarm) in unserem Van ein und krochen erschöpft in unseren Schlafsack.
Nicht ganz so früh (7.00 Uhr) standen wir auf und begaben uns in der frischen Morgenluft zum berühmten Upper Geyser Basin. Nach einer kurzen Besichtigung des tollen "Old Faithfull Inn" Hotels, dessen Blockhausstilbauweise durchaus einen Besuch wert ist, setzten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf die Bänke, die rund um den "Old Faithful Geyser" aufgestellt sind, um den angekündigten Ausbruch desselben abzuwarten.
Die 55 Meter hohe Fontäne kam natürlich zuverlässig zur angegebenen Zeit. Nach diesem imposanten Schauspiel machten wir uns auf den Weg, um die anderen Geysire, heissen Quellen und Pools zu besichtigen. Überall zischte, dampfte, blubberte und "fontänte" es. Dazwischen waren noch Biber und Bisons anzutreffen. Gekrönt wurde unser Rundgang durch den Besuch des wunderschönen "Morning Glory Pools". Eine glasklare Heißwasserquelle, die eine tolle bläuliche Färbung hat. Anschließend besuchten wir noch weitere Geyser Basins, die sich durch unterschiedlichste Formen und Variationen der Quellen und Geysire auszeichnen. Unsere Mittagspause machten wir in Form eines Picknicks am Fountain Flat Drive, wo uns ein riesiger Bison ein bisschen Gesellschaft leistete. Den Nachmittag verbrachten wir am Firehole Canyon Drive mit der Besichtigung weiterer Geysirfelder. Dort waren auch die Ausmaße des riesigen Waldbrandes von 1988 zu sehen. Soweit das Auge reicht, nur verbrannte Baumstümpfe. Der Rückweg zum Campground verzögerte sich, da wir in eine Bisonherde gerieten, die im Begriff war die Straße zu überqueren.
30.Juni
Nach einem späten Frühstück besuchten wir das Geyser Basin in Norris. Mittags machten wir Picknick am Artists Point bei den Wasserfällen, die wir dann anschließend noch mal besichtigten. Den Nachmittag verbrachten wir dann am Yellowstone See mit Ausruhn und Souvenirs kaufen. Auf dem Rückweg hatten wir das Glück einen Elch zu sehen, der sich in der Nähe des Wegs niedergelassen hatte. Da es schon dunkel wurde, machten wir uns auf den Heimweg um nach einem "Einkehrschwung" den Van zum Schlafen herzurichten.
Früh gings wieder mal los. Nachdem wir an einer Stromschnelle des Flusses die springenden Forellen beobachtet hatten, fuhren wir auf der 20 nach Osten um den Park in Richtung Cody zu verlassen. Danach ging es dann auf der 120 weiter nach Süden, durch Thermopolis (weltgrößes Vorkommen heisser Quellen), nach Lander. Von da aus machten wir einen kleinen Abstecher zum Shoshone National Forest, um den Sinks Canyon zu besuchen, dessen Attraktion eine Stelle ist, an der ein Fluss in der Erde verschwindet, um wenige hundert Meter weiter wieder ans Tagesicht zu kommen. Nach einer endlos langen Fahrt durch die Einöde Wyomings erreichten wir schliesslich Rock Springs, wo wir uns auf einem KOA Campground für die Nacht einrichteten.
2.Juli
Ausgeruht fuhren wir auf der 191 weiter nach Süden mit dem "Dinosaur National Monument" als Ziel. Schon die Anfahrt zu diesem Park führt einen durch eine geologisch interessante Gegend. An vielen Stellen sind Schilder aufgestellt, die anzeigen, aus welcher Zeit die durch Erosion freigelegten Gesteinsschichten sind. Am Park angekommen ging es mit dem Shuttle Bus weiter zu der überbauten Felswand, wo viele Knochen der Riesentiere zu sehen sind. Angeschlossen ist auch ein kleines interessantes Museum. Nach der Mittagspause fuhren wir auf der 139 durch ein schönes Tal, über den Douglas Pass weiter gen Süden. Bei Loma bogen wir auf die I-70 nach Westen ab, passierten die Grenze nach Utah und erreichten gegen Abend die Region des "Arches Nationalparks". Nach einer kurzen Erkundungsfahrt inn Moab checkten wir im Slickrockcampground am Rande des Parks ein. Abendessen, vorbereiten für den nächsten Tag und ab in den Schlafsack.
An diesem sonnigen, warmen Tag gingen wir erst mal einkaufen.
Nachdem ein Zeuge Jehovas von einem Supermarktangestellten vom Parkplatz verwiesen wurde,weil er uns ein Gespräch aufzwang, tankten wir noch und schon ging es los in den Park. Gleich nach dem Visitor Center am Eingang des Parks fährt man durch eine grandiose Sandsteinlandschaft. Unser erster Stop im Park waren die "Courthouse Towers", danach folgte die "Windows section" - ein Sandsteinfelsengewirr, an dem sich sechs Arches (durch Erosion geformte Felsbogen) befinden, einer toller als der andere. Hier wollten wir eigentlich gar nicht mehr weg. Nach dem Mittagegssen fuhren wir zum "DEVILS GARDEN TRAIL". Dieser ca 6,8 km lange Wanderweg führt durch eine -im wahrsten Sinne des Wortes- atemberaubende Landschaft, vorbei an mindesten sieben der tollen Arches. Gegen Abend betrachteten wir uns den "Delicate Arch" von einem View Point aus, bevor wir den Sonnenuntergang an der "Windows section" genossen. Zum Abendessen führten wir uns in den Pizza Hut aus.
4.Juli (Independence Day)
Ruhig ließen wir es angehen. Vorräte einkaufen, und wieder ging es in den Arches Nationalpark, wo wir uns, neben dem "Balanced Rock" noch ein paar weitere Arches anschauten. Am Abend parkten wir dann an der "Wolf Ranch" und kochten unser Abendessen. Danach wanderten wir einen, nur durch Steinhaufen markierten, Pfad über die Felsen hoch zum "Delicate Arch" um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Dieser Platz ist die Wanderung auf jeden Fall wert. Durch Auswaschungen ist eine Art Amphitheater entstanden, wo wir gemeinsam mit ca. 200 weiteren Touristen die warme Abendsonne, den Ausblick auf die schneebedeckten "La Sal Mountains" und die tolle Stimmung der Gegend genossen. Der Rückmarsch fand dann in der Dunkelheit statt.Ein - trotz der "vielen" Leute - angenehmer Abend.
Nach dem Frühstück verließen wir den Campground und machten einen Abstecher zum "Dead Horse Point State Park" in den Canyonlands. Dieser Park ist eine Abbruchkante der Ebene zum Colorado River, zu der die Indianer früher wilde Pferde hintrieben. Dort hatten sie keine Fluchtmöglichkeit, und so konnte man sich die besten Mustangs aussuchen. Die verbliebenen Pferde fanden nicht mehr zurück und verdursteten - mit Blick auf den Fluß, der sich "nur" 700 m tiefer durch den Canyon schlängelte.
Wir fanden, nachdem wir den tollen Ausblick über die Canyons genossen hatten, wieder zurück zur 191 und fuhren weiter nach Süden zum Natural Bridge National Monument. Die bisher fast baumlose Gegend wurde bewaldeter, und der rote Navacho Sandstein ging in einen helleren Sandstein über. Abends angekommen, belegten wir, nach dem Besuch des Visitor Centers, unseren Stellplatz. Und schon wars dunkel und somit Schlafenszeit.
6.Juli
Den Morgen nutzten wir, um den Rundkurs durch den Park abzufahren und die grösste "Natural Bridge" zu besichtigen. Danach ging es zurück zur 191 und weiter gen Süden.
Mittags erreichten wir dann die Abbruchkante zum "Monument Valley". Hier schlängelt sich die - bisher grade verlaufende - Straße in Serpentinen ca 800 m in die Tiefe, vorbei an ausgebrannten LKW Wracks, deren Fahrer die Kontrolle verloren hatten. Vorbei am "Valley of Gods", das sich durch tolle Felsspitzen, ähnlich dem Monument Valley auszeichnet, erreichten wir dann den Campground, wo wir unseren Platz bezogen. Anschließend machten wir eine Rundfahrt durch das Tal, die über sandige Pisten führt und eigentlich nur für PKW geeignet ist. Mit unserem Van gingen wir doch das Risiko ein und kamen fast nicht mehr zurück, da durch einen leichten Nieselregen die Straße etwas schlammig wurde und somit an Steigungen sehr rutschig war. Nach einem leckeren Gemüse krochen wir in unsere Schlafsäcke.
Früh gings wieder mal raus, und weiter ging die Fahrt über die 160 und 89 nach Page, dem Ort, wo durch den Glen Canyon Dam der Colorado zum Lake Powell gestaut wird.Um 10.30 Uhr Stellplatz beziehen und einkaufen. Nach dem Besuch des Powell Museums an der Staumauer fuhren wir zur Mittagszeit zum "Antelope Canyon". Das heisst, dass man die ca. 15 minütige Fahrt dorthin bei den Navajos, denen dieses Gebiet gehört, buchen muß. Auf der Ladefläche eines klapprigen Dodge sitzend wurden wir dann von einer Indianerin zum Eingang gefahren und dort, mit der Info, dass wir in einer halben Stunde wieder abgeholt werden, abgesetzt. Da standen wir nun in einem engen ausgetrockneten Flußtal. Hinter uns die davonfahrende Dame und vor uns eine ca. 12m hohe Felswand mit einer ca. 1,5m breiten Spalte. Also gingen wir rein, und kamen von da an aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Auf einer Länge von ca. 800 m hat sich im Laufe der Jahre ein Fluß durch den Buntsandstein gefräst und somit eine sehr enge "kurvige" Schlucht erzeugt, die den Besucher durch ihre Formen und Farben, die am besten zur Mittagszeit zur Geltung kommen, begeistert. Zum Glück waren wir ganz alleine und konnten diesen fantastischen Ort in Ruhe geniessen.
Nach der halben Stunde wurden wir tatsächlich wieder abgeholt. Den Nachmittag verbrachten wir am Lake Powell mit baden, sonnen und faulenzen. Den Tag rundeten wir mit einem tollen BBQ auf unserer Site ab.
8. Juli
Bei sonnigem Wetter gings nach dem Frühstück um 8.00 Uhr auf der 89 weiter. Bei Marble Canyon fuhren wir über den Colorado, da wir uns die Nordseite des Grand Canyon
anschauen wollten. Nach einer Fahrt durch Pinienwäldern, die durch Baustellen verzögert wurde, gelangten wir dann endlich um 11.00 Uhr an das "North Rim". Dort machten wir uns gleich auf zu einem der wenigen Aussichtspunkte. Da von der Nordseite der Blick auf den Canyon nicht ganz so spektakulär ist, fuhren wir wieder zurück nach Marble Canyon um durch die tolle Landschaft des Colorado Plateaus zum "South Rim" zu gelangen. Nachdem wir uns einen Stellplatz auf dem Campground in Tusayan gesichert hatten, gings an die südlichen Aussichtspunkte. Den malerischen Sonnenuntergang genossen wir dann am Yavapi Point, und zogen uns nach dem Abendessen in unser Wohnmobil zurück.
Nach dem Frühstück gings witer nach Süden. Über Flagstaff ging es durch Nebel und Nieselregen zum "Sunset Crater Natural Monument". Dort gibt es einen erloschenen Vulkan und auf einem Trail eine interessante Lavalandschaft zu sehen, die sich durch ihre schwarze Farbe von der roten Sandsteinumgebung abhebt. Danach fuhren wir durch den schönen Oak Creek Canyon nach Sedona, das uns jedoch nicht so toll vorkam, wie es in den Medien dargestellt wird. Auf dem Rückweg machten wir Halt in einem Naturbad, wo man den Bachlauf als Rutschbahn nutzen und in den ausgespülten Pools baden kann. Die Nacht verbrachten wir im weniger schönen Canpground Tuthill.
10. Juli
Den Morgen nutzen wir, um uns im "Walnut Canyon" National Monument über die Sinagua Indianer zu informieren, die um 1100 n.Chr. diese Gegend besiedelten. Ihre Steinhütten, die sie an die Felswände der Schlucht bauten, sind jetzt noch in sehr gutem Zustand und durch einen Trail zur Besichtigung zu erreichen. Danach machten wir uns auf den Weg nach Westen. Auf der I 40 fuhren wir bis Las Vegas. Dort bezogen wir im Oasis RV Park, dessen Rezeption und Verwaltungsbebäude einem Viersternehotel in nichts nachsteht, unseren Stellplatz und hüpften in den Pool, um uns von der langen Fahrt zu erholen. Den Abend verbrachten wir im Luxor mit Essen, Spielen und Bummeln.
11. - 15. Juli
Die letzten vier Tage verbrachten wir in Las Vegas, um uns die neuen Hotels, die Freemont Street mit ihrem Dach aus tausenden Lampen, viele Outlets und Kinofilme anzusehen, das Wohnmobil abzugeben, sowie am Pool zu entspannen. Die letzte Nacht verbrachten wir im "New York New York".
Dann war es soweit. Wir mussten Abschied nehmen. Nach drei Wochen voller neuer Eindrücke, tollen Landschaften, interessanten Leuten und Erlebnissen war unsere Reise zu Ende.
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