| Reisezeit: | Reiseart: | Veranstalter: | |
| Vom 22.04.2008 bis 06.05.2008 | Familienurlaub | Wir selbst |
Themen:
| Vorbemerkung |
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| Unterkunft und Umgebung | ||
| Ausflüge | ||
| Für Kinder | ||
| Fazit |
Während der kurzen Transferzeit (50 min.) vom Flughafen zum Hotel konnten wir schon einen erstn Eindruck der vegetationsarmen Insel gewinnen. Vorbei an felsigen Hügeln, entlang der schwarzen erstarrten Lavamasse bei Yaiza und durch die trockene Ebene von El Rubicòn gelangeten wir endlich an unserem Hotel an. Nach einem sehr freundlichen Empfang und Einchecken wurde die geräumige, angenehm gestaltete Wohnung bezogen, gegessen und das Hotel erkundet.
Das Hotel liegt -etwas ruhiger - ca. 15 Gehminuten vom Ort, umgeben von Wohnanlagen, und ist aus drei Halbkreisen gestaltet, wobei im mittleren Ring um die Pools herum die Rezeption, der Speisesaal und die Cocktail-Bar untergebracht sind. Wir wohnten im westlichen Ring, der - wie der östliche - nur aus Zimmern besteht und somit ruhiger ist. Die Anlage ist sauber, großzügig und durch die Architektur hat man von jedem Zimmer den Ausblick auf das Meer. Das Hotel liegt nur von der Promenade getrennt am felsigen Strand. Eine Minute entfernt ist der - durch Molen geschützte und mit aufgeschüttetem Sand gestaltete - Playa Flamingo.
El Golfo,
ein ins Meer ragender abgebrochener Vulkankrater, in dessen Inneren sich eine smaragdgrüne Lagune befindet. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Lagune von der Südseite her zu erwandern. Aber auch den Blick vom Aussichtsplateau auf der Nordseite sollte man nicht verpassen.
Auf dem Rückweg am Meer entlang nach Playa Blanca machten wir noch Halt an den "kochenden Kesseln" (Los Hervideros). Die Lava aus den Feuerbergen ist hier bis zum Meer gekommen und dort erkaltet. Der Atlantik frisst tiefe Felsspalten in die Lava, in denen das Wasser zum Teil meterhoch in die Luft spritzt. Vor allem unsere Tochter war von den zahlreichen "Gucklöchern" begeistert.
Am Montag war für Andi Tauchen (nähere Infos in unserer Rubrik "Tauchen") angesagt, deshalb unternahmen wir unseren zweiten Ausflug erst am Dienstag. An diesem Tag hatten wir uns den Norden der Insel vorgenommen. Über Uga - La Geria (das Weinanbaugebiet) - Teguise (ehemalige sehr schöne Inselhauptstadt) und Haria (Tal der tausend Palmen - wir hatten uns etwas mehr darunter vorgestellt) kamen wir zuerst an den nicht so stark frequentieren und auch eintrittsfreien Aussichtspunkt
Mirador de Guinate,
von dem man einen grandioser Blick vobei an den schroff ins Meer abfallenden Felsen auf die kleinen Nachbarinseln hat. Nach einer kurzen Autofahrt erreicht man dann den vom einheimischen Künstler Cesar Manrique gestalteten Aussichtspunkt
Mirador del Rio.
Vom in den Fels gebauten Lokal (hier wurden Teile der Jugendserie Timm Thaler gedreht) mit darüber liegendem Souvenirshop und Aussichtsterrasse (sehr windig - unbedingt Jacke mitnehmen) hat man einen tollen Blick auf die Nachbarinseln. Bei Kaffee und einem kleinen Snack kann man durch die Glasscheibe des Restaurants windfrei die Aussicht geniessen.
Ca. 30 Minuten von hier im Osten der Insel befinden sich zwei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Lanzarotes: das Höhlenlabyrinth
Cuevas de los Verdes
sowie die von Manrique gestalteten Grotten
Jameos del Agua.
Die beiden im größten Lavastollen der Welt gelegenen Touristenattraktionen sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Die nahezu naturbelassenen Höhlen können nur im Rahmen einer etwa 50-minütigen Führung (in Spanisch oder Englisch) besucht werden, während man die beiden von Manrique traumhaft angelegten Grotten auf eigene Faust erkunden kann.
Für diesen Ausflug mit den entsprechenden Besichtigungen sollte man auf jeden Fall einen ganzen Tag einplanen.
Am nächsten Tag stand der Besuch der
"Feuerberge" (Nationalpark Timanfaya)
auf dem Programm. Obwohl wir noch in der Vorsaison unterwegs waren, war am Besucherzentrum bereits am Vormittag die Hölle los. Es lohnt sich also, möglichst frühzeitig dort anzukommen (der Park öffnet um 9.00 Uhr).
Man sollte auf jeden Fall auch nicht zu dünn angezogen sein, da der Wind oben am Berg ziemlich stark und frisch ist. Während einer sehr informativen ca. 35-minütigen Busfahrt (bitte rechts in Fahrtrichtung Platz nehmen - dort hat man den besseren Blick) mit mehrsprachigen Erläuterungen fährt man auf abenteuerlich kurvigen Straßen durch die Feuerberge und kann sich ein Bild machen von den Ausmaßen der Vulkanausbrüche. Am Plateau "Islote de Hilario" (dort starten auch die Busse) gibt es dann noch einige interessante Vorführungen, die die Kraft des unterirdischen Feuers demonstrieren.
Dem Besucherzentrum südwestlich von Mancha Blanca sollte man ebenfalls einen Besuch abstatten. Es gibt wohl einen sehenswerten Film über die Feuerberge, den wir jedoch nicht mehr sahen, da unsere Geduld (und vor allem die unserer Tochter) nach einem etwas langweiligen Werbefilm über Lanzarote bereits erschöpft war.
Am Fuß der Vulkanberge liegt der "Ruheplatz der Kamele". Hier werden Touristen, die busweise ankommen, auf Kamelen für ca. 15 Minuten den Berg ein Stück hinauf und wieder herunter geschaukelt. Leider sitzt man nicht direkt auf den Kamelen sondern auf seitlichen Sitzen. Glücklicherweise wollte unsere Tochter die Kamele nur anschauen, sodass wir auf dieses "Vergnügen" verzichten konnten.
Jardin de Cactus
Durch eine Windmühle am nördlichen Ausgang von Guatiza erkennbar liegt
dieser (wieder) von Manrique gestaltete Garten. In den Flanken eines ehemaligen Steinbruchs wurde im Stil Lanzarotes das letzte Werk des Künstlers eingefügt. Ein herrlicher in Terrassenform gestalteter Park, in dem sowohl über 1.400 verschiedene Kaktusarten als auch skurrile Skulpturen, Teiche und Gebäude sehr harmonisch angelegt sind. Hier kann man auf verschlungenen Wegen alle Pflanzen begutachten, im Cafe die Aussicht geniessen und etliche Bilder knipsen.....
Selbst die Gebäude sind kleine Kunstwerke. Man kann hier leicht zwei bis drei Stunden verbringen. Wir empfanden diesen Ort als sehr entspannend und angenehm. Vielleicht lag es auch daran, dass wir dort sehr früh und somit vor dem großen Andrang ankamen.
Fundacion Cesar Manrique
Auch diese Sehenswürdigkeit Tahiches ist ein unglaubliches Meisterwerk des Künstlers.
Hier verwirklichte er seinen Traum ein "Casa honda" zu bauen. Das Ergebnis ist eine Kombination aus fünf möblierten Vulkanblasen, einem tollen Garten mit Pool und einem klassischen Gebäude, die zu einer sehr harmonischen Wohnlandschaft gefügt sind. Absolut sehenswert!
LagOmar
Auf dem Weg zwischen Tahiche und Teguise sollte man in Nazareth diese weitere Sehenswürdigkeit besuchen. Das in den Fels gebaute Restaurant/Gästehaus wurde ebenfalls von Manrique entworfen. Leider war zum Zeitpunkt unseres Besuchs das Haus wegen Umbau geschlossen. Doch konnten wir die fast fertige Aussenanlage besichtigen. Ein Blick auf die Homepage(www.lag-o-mar.com) vermittelt einen guten Eindruck des Bauwerks.
Für Kinder
Im Allgemeinen können wir bestätigen, was man über die Kinderfreundlichkeit der Lanzarotenos hört. Im Hotel war die Animation (aufgrund der Schulzeit waren nur Kinder bis sechs Jahre da)
den Kindern angepasst und gut organisiert. Das Personal war stets freundlich und zu Spässen aufgelegt. Selbst in Supermärkten oder bei sonstigen Einkäufen wurde unsere Tochter oft mit kleinen Geschenken verwöhnt.
Als spezielle Attraktion für Kinder haben wir uns eigentlich nur den "Rancho Texas Park" in der Nähe von Puerto del Carmen angesehen. Der gesalzene Eintrittspreis für Touristen (15 Euro für Erwachsene - 10 Euro für Kinder)- Einheimische zahlen deutlich weniger - hat uns doch etwas erschreckt, aber da wir schon mal da waren und unsere Tochter nicht davon überzeugen konnten/wollten, wieder weg zu fahren, sind wir dann doch reingegangen.
Wir haben uns die drei Shows angesehen (Papageien, Raubvögel, Seelöwen) die wirklich liebevoll gestaltet waren. Vor allem die Raubvogelshow hat uns wegen der Vielzahl der Vögel sehr beeindruckt.
Die Tierauswahl im Park ist nicht besonders vielfältig, die Highlights sind die weißen Tiger. Unserer Meinung nach stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis nicht so ganz, aber da es sonst nicht sehr viele Attraktionen für kleinere Kinder auf der Insel gibt, muss man für sich abwägen, ob man diesen Park besucht.
Als weitere Attraktion für Kinder gibt es wohl noch den Guinate Tropical Park, aber da schon in unserem Reiseführer angemerkt wurde, dass die Eintrittspreise überhöht sind, haben wir uns den Besuch geschenkt.
Insgesamt hat es sich wieder bestätigt, dass ein Urlaub mit Strand, Sand, Swimming-Pool und Mini-Club im Hotel für kleinere Kinder immer noch den größten Unterhaltungswert hat.
Fazit
Egal ob für reine Strandurlauber oder aber auch für Leute, die sich mal was anschauen wollen, Lanzarote bietet für jeden etwas. Wir lagen mit der Auswahl unseres Urlaubsziels, der Urlaubszeit, des Standorts und des Hotels genau richtig. Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt.
Lanzarote ist auf jeden Fall eine Reise wert.
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