Bodensee 2006

Reisezeit: Reiseart: Veranstalter:
Vom 17.06.2006 bis 27.06.2006 Familienurlaub Wir selbst

Themen:

Vorbemerkung Der Bodensee auf Mainau
Unterkunft und Umgebung
Ausflüge
Für Kinder
Fazit

Vorbemerkung

Nach unserer ersten Familienpauschalreise im letzten Jahr nach Mallorca, entschieden wir uns in diesem Jahr für einen Urlaub in Deutschland. Nach längerem Studium der Deutschlandkarte und der Wassertemperaturen der deutschen Gewässer entschieden wir uns für den Bodensee, da dieser von unserem Zuhause in ca. 4 Stunden (ca. 380 km) zu erreichen ist und auch das Wetter sehr beständig sein soll. Im folgenden möchten wir die Eindrücke unseres ersten richtigen gemeinsamen Deutschlandurlaubs kurz schildern.

Unterkunft und Umgebung

Spielplatz vorm Ferienhaus Ungefähr vier Wochen vor Reiseantritt fanden wir im Internet das "Gästehaus Trostelhof" , das von der Familie Dunst in Salem-Neufrach betrieben wird. Das Gästehaus verfügt neben 7 Wohnungen in unterschiedlichen Größen u.a. über einen eigenen Fahrradverleih und einen Spielplatz. Unsere Unterkunft hat uns sehr gut gefallen, sieht man einmal von der "leichten" Geruchsbelästigung durch einen nahen Schweinestall ab. Die Inhaberin Frau Dunst war sehr nett und hilfsbereit. Für Familien mit Kindern durchaus zu empfehlen. Unser Gästehaus war in Neufrach, einem Ortsteil von Salem (bekannt durch das Schloss mit angegliedertem Eliteinternat). Durch die zentrale Lage am nördlichen Bodenseeufer (Salem liegt ca. 9 km nördlich von Meersburg) eignet sich dieser Ort hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge rund um den Bodensee, sei es mit dem Fahrrad oder mit dem Auto.

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Ausflüge

Rheinfall Es empfiehlt sich, zu Beginn der Reise darüber nachzudenken, welche Attraktionen man besuchen und was man außerdem unternehmen möchte. Die Bodenseeregion bietet die sogenannte "BodenseeErlebniskarte" an, mit deren Erwerb man Nachlässe in vielen Erlebniszielen rund um den Bodensee erhält. Da die günstigste Karte 39 EURO für Erwachsene bzw. 21 EURO für Kinder kostet, muss man schon sehr viele Attraktionen besuchen, damit sich der Kauf der Karte lohnt.
Da unser letzter Aufenthalt am Bodensee schon sehr lange zurücklag, entschlossen wir uns, auch die typischen Touristenziele aufzusuchen. So besuchten wir unter anderem Schloss Salem, das alte und neue Schloss in Meersburg, die Rheinfälle in Schaffhausen, Stein am Rhein, die Inseln Mainau und Reichenau, die Klosterkirche in Birnau, die Pfahlbauten in Unteruhldingen und einige Tierparks. Obwohl wir auch noch mehrmals im Schwimmbad bzw. am See waren und auch mit dem Schiff fuhren, hätte sich der Kauf der Karten für uns nicht gelohnt.

Da man sich im Internet und auch in jedem Reiseführer über die einzelnen Attraktionen informieren kann, hier nur ein paar kurze Tipps unsererseits:

- Die Radwege rund um den Bodensee sind sehr gut ausgebaut und ausgeschildert, man kann deshalb einige Touren durchaus mit dem Fahrrad unternehmen. Man kann die meiste Zeit direkt am Bodensee entlang fahren und während der Nebensaison sind die Radwege auch noch sehr angenehm zu befahren. Wir fuhren z. B. rund um den Überlinger See bis zur Insel Mainau und anschließend mit der Fähre von Konstanz zurück nach Meersburg (ca. 70 km von Haustür zu Haustür). Wenn es nicht gerade 33 °C hat (wie bei uns) ist diese Strecke auch für nicht so geübte Radfahrer durchaus zu bewältigen.

Insel Mainau - Da gerade die Insel Mainau hohe Eintrittspreise hat (12,90 EURO für Erwachsene im Sommer) sollte man ganz früh morgens kommen. Ab 17.00 Uhr wird nur noch der halbe Preis verlangt, und der Park schließt erst zum Sonnenuntergang. Für einen Kurzbesuch (wenn man nur bestimmte Ziele auf der Insel ansteuern will) ist dies eine gute Alternative.

- Tauchen:
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Im Bodensee gibt es doch einige Tauchplätze. Da Andreas schon eine Weile nicht mehr getaucht ist, wollte er einen Tauchgang im Bodensee machen. Ein kurzer Anruf bei der "Tauchschule Meersburg" und ein Termin war schnell gefunden.
Die Vorbereitungen waren kurz und gründlich. Nach einer halben Stunde ging die Fahrt im Kleinbus los. Ziel war das Strandbad von Meersburg (beim Jachthafen). Hier wurde auf dem Parkplatz die Ausrüstung angelegt. Nach einem kurzen Briefing gings dann vom Strand aus ins Wasser. Die Sicht war bei 10°C warmem Wasser nur 7 m. Fische waren leider auch nicht zu sehen. So machten wir einen Orientierungstauchgang am Hang und suchten die im See versenkten Markierungen (Vorgartenzwerge, Eistüten, u.s.w.)
Auch wenn der Tauchgang nicht sehr "erfolgreich" war, kann man die Tauchschule empfehlen. Das Team - ich tauchte mit Anne und Chad - ist sehr freundlich und kompetent.

- "Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen:"

Pfahlbaumuseum, Unteruhlding







Ein sehr interessantes in den Achtzigern nachgebautes Pfahldorf aus der Bronzezeit. Hier kann man sich bei einer Führung durch die Häuser und im kleinen Museum über die damaligen Lebensweisen informieren.
Sehr empfehlenswert.


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Für Kinder

Wenn man, wie wir, mit einer 2,5 jährigen Tochter unterwegs ist, lernt man natürlich nicht nur alle Spielplätze rund um den Bodensee kennen, sondern auch einige kindgerechte Attraktionen. Hier eine kleine Auswahl:

Affenfüttern - Ganz in der Nähe unserer Unterkunft befand sich der "Affenberg Salem". Hier sind auf einem abgesperrten Gelände ca. 200 Berberaffen untergebracht. Auf diesem Gelände kann man sich frei bewegen und die Tiere aus der Nähe betrachten und füttern. Im nicht abgesperrten Teil kann man außerdem noch Störche und verschiedene andere Tiere beobachten. Für Kinder aber auch für Erwachsene sehr interessant.

Ziegenfüttern - In der Nähe von Überlingen befindet sich der Erlebnisbauernhof "Haustierhof Reuttemühle". Auf einem Haustierlernpfad kann man einheimische Tierarten aber auch seltene Rassen kennenlernen. Unsere Tochter Nadja war besonders vom Streichelzoo begeistert (viele Tiere liefen einfach frei auf dem Bauernhof herum) und von der Möglichkeit, die Tiere zu füttern. Natürlich gibt es auch einen schönen Spielplatz und ein Restaurant. Hier kann man ohne Probleme einen halben Tag verbringen.



- Zwischen Singen und Konstanz liegt in der Nähe von Radolfzell der "Wild- und Freizeitpark Allensbach". Neben der Möglichkeit, Bären, Wildschweine, Luchse oder Kleintiere zu besichtigen bietet der Park noch einen Streichelzoo und eine Flugschau mit Greifvögeln. Außerdem gibt es noch einen Abenteuerspielplatz, eine Riesenrutsche und andere Spielmöglichkeiten für Kinder. Obwohl man nicht immer das Glück hat, alle Tiere zu sehen (die Gehege sind zum Teil sehr weitläufig), ist auch dieser Park einen Besuch wert.

- In Konstanz besuchten wir außerdem noch das "Sea Life Centre". Hier waren wir mit dem Preis-Leistungsverhältnis nicht so ganz zufrieden. Trotz des hohen Eintrittspreises (11,50 EURO für Erwachsene, Nadja hatte freien Eintritt, ADAC-Rabatt erfragen!), waren wir von der Größe dieses Centers enttäuscht. Es gab nur ein großes Aquarium, das man von mehreren Ebenen aus betrachten konnte und verschiedene kleine. Durch die Enge der Gänge herrschte großes Gedränge (obwohl wir wochentags dort waren), da offenbar viele Schulklassen das Aquarium besuchen. Unserer Meinung nach nicht unbedingt empfehlenswert und wenn dann nur für größere Kinder.

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Fazit

Die Region rund um den nördlichen Bodensee hat wirklich für jeden Urlauber etwas zu bieten. Besonders auch Familien mit etwas größeren Kindern können zahlreiche Angebote nutzen. Leider belasten diese Unternehmungen die Urlaubskasse (bei sehr vielen Ausflügen lohnt sich dann vielleicht doch die Bodensee Erlebniskarte). Aber es gibt auch noch Ziele für den kleinen Geldbeutel (die Benutzung der städtischen Strandbäder ist z. B. oft kostenlos). Die Landschaft und auch die Bodenseeorte sind oftmals sehr idyllisch (in der Nebensaison nicht zu touristisch und überlaufen) und wenn man, wie wir, dann auch noch super Wetter hat, kann man einen Urlaub am Bodensee immer genießen.
Perlhuhngehege im Haustierhof Reuttemühle Marktplatz in Stein am Rhein

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